| Mario Behrends
Kieselsäure (Siliziumdioxid, SiO₂) ist eine der häufigsten Verbindungen auf der Erde und bildet das Hauptbestandteil von Sand, Quarz und vielen Gesteinen. Sie existiert in zwei Hauptformen: kristallin und amorph. Während beide Varianten chemisch identisch sind, unterscheiden sie sich stark in ihrer Struktur, ihren physikalischen Eigenschaften und ihrer industriellen Verwendung.
Besonders alarmierend ist, dass diese Stäube meist unsichtbar sind und sich daher unbemerkt in der Luft aufhalten können – eine unsichtbare Gefahr für die Mitarbeitenden.
Amorphe Kieselsäure, meist synthetisch hergestellt, wird in vielen Produkten wie Kosmetika, Farben und Gummi als Verdickungs- und Füllstoff verwendet. Sie ist im Vergleich zu kristalliner Kieselsäure aufgrund von dem atomarem Aufbau weniger gesundheitsschädlich. Dennoch kann die Exposition zu Haut- und Atemwegsreizungen führen, die mit grundlegenden Schutzmaßnahmen wie Staubmasken und Handschuhen in der Regel kontrollierbar sind. Langfristige Exposition kann Lungenreizungen, Entzündungen und in extremen Fällen sogar Fibrose verursachen.
Kristalline Kieselsäure kann als feine Staubpartikel durch ihre winzige Größe und feste Struktur tief in die Atemwege eindringen. Zu ihren bekanntesten Formen gehören Quarz, die häufigste und stabilste Form, Cristobalit und Tridymit. Bereits geringe Mengen können bei regelmäßiger Exposition zu ernsthaften Gesundheitsschäden führen. Die Einatmung dieser feinen Partikel setzt Beschäftigte einem hohen Risiko für Atemwegserkrankungen aus, wobei die sogenannte Silikose, eine unheilbare Verhärtung des Lungengewebes, die bekannteste Folge ist. Silikose führt zu einer fortschreitenden Verminderung der Lungenfunktion und erhöht das Risiko für Lungenerkrankungen wie Lungenkrebs, wenn die Exposition über lange Zeiträume andauert.
Die Verwendung von kristalliner oder amorpher Kieselsäure hängt stark von der Branche ab:
Kristalline Silika wird in Branchen verwendet, die auf stabile, temperaturbeständige und mechanisch belastbare Materialien angewiesen sind:
Amorphe Kieselsäure wird in vielen verschiedenen Industrien eingesetzt, in denen feinverteilte oder poröse Materialien erforderlich sind:
Staubabsaugungs- und Belüftungssysteme sind in allen Bereichen, in denen mit Kieselsäure gearbeitet wird, unerlässlich. Diese Systeme reduzieren die Staubkonzentration in der Luft und schützen die Mitarbeiter vor gefährlichen Partikeln.
Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
In Bereichen mit unvermeidbarem Staubkontakt ist die Nutzung von P2- oder P3-Atemschutzmasken notwendig, um das Einatmen gefährlicher Partikel zu verhindern. Zusätzlich sind Schutzbrillen und Handschuhe erforderlich, um Haut- und Augenreizungen zu vermeiden.
Medizinische Überwachung und Schulungen
Regelmäßige Gesundheitschecks helfen, frühe Anzeichen von Atemwegserkrankungen zu erkennen. Zudem sollten Mitarbeitende kontinuierlich geschult werden, um den sicheren Umgang mit Schutzmaßnahmen zu gewährleisten.
Staubbelastung auf einem neuen Level messen
In vielen Industrien, in denen mit feinen, lungengängigen Stäuben gearbeitet wird, ist der Schutz der Mitarbeitenden essenziell. Ob in der Chemie-, Lebensmittel-, Kunststoff- oder Bauindustrie – feine Partikel wie amorphe Silika, gefällte oder pyrogene Silika können bei langfristiger Exposition zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.
Ein entscheidender Aspekt der Arbeitssicherheit ist die präzise Messung der Staubbelastung, um Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Hier setzt Dustlight neue Maßstäbe: Das innovative System zur Echtzeitmessung von Staubkonzentrationen wurde speziell entwickelt, um die Exposition gegenüber gefährlichen Partikeln zu erfassen – unabhängig davon, ob es sich um amorphe oder kristalline Silika handelt.
Dank modernster Sensortechnologie und individuell anpassbaren Materialkonfigurationen bietet Dustlight eine flexible Lösung für unterschiedlichste Branchen – und trägt so dazu bei, Arbeitsplätze sicherer zu machen.
Warum Dustlight?
Staubabsaugungssysteme und persönliche Schutzausrüstung (PSA) sind zwar grundlegende Maßnahmen im Arbeitsschutz, aber ohne die Möglichkeit, die Staubbelastung präzise zu überwachen, bleibt der Schutz unvollständig. Dustlight bietet eine Lösung, die es ermöglicht, Silikaexposition in Echtzeit zu messen und sofortige Rückmeldung zu geben. Das bedeutet, dass Unternehmen nicht nur theoretische Sicherheitsrichtlinien umsetzen, sondern konkrete, datengestützte Entscheidungen treffen können.
Dustlight's „allgemeine Stäube“-Einstellung wurde mit einer Staubmischung kalibriert, die primär kristalline Silika enthält. Dies bedeutet, dass sie ideal für das Monitoring von kristalliner Kieselsäure ist.
Für amorphe Silika bietet Dustlight eine Reihe materialspezifischer Konfigurationen, die eine genauere Messung ermöglichen. Diese Konfigurationen wurden auf Basis spezifischer Referenzmaterialien entwickelt, darunter pyrogene und gefällte Silika.
Maßgeschneiderte Lösungen für die Silika-Überwachung
Durch eine einfache Konfiguration in der App* kann Dustlight speziell auf die Überwachung von Silika eingestellt werden, sodass Unternehmen nicht nur die Staubkonzentrationen überwachen, sondern gezielt auf die spezifischen Partikel eingehen können. Diese Präzision ermöglicht es, die Belastung von Mitarbeitenden so früh wie möglich zu erkennen und Schutzmaßnahmen in Echtzeit anzupassen.
Der präventive Ansatz: Frühwarnsystem für Unternehmen
Mit Dustlight wird Staubbelastung nicht nur passiv aufgezeichnet, sondern aktiv überwacht. So können Unternehmen sofort reagieren, wenn die Konzentration von lungengängigen Stäuben – ob amorphe Silika, gefällte Silika oder andere Feinstäube – die festgelegten Grenzwerte überschreitet. Ein sofortiges optisches und akustisches Warnsignal informiert Mitarbeitende rechtzeitig über eine potenzielle Gefährdung.
Ein entscheidender Vorteil von Dustlight ist seine hohe Sensitivität, die es ermöglicht, auch geringste Mengen an feinen Staubpartikeln in der Luft zu erkennen. Gerade bei Stäuben, die nicht sofort als kritisch wahrgenommen werden, ist dies essenziell, denn selbst niedrige Konzentrationen können langfristig gesundheitliche Auswirkungen haben.
Während herkömmliche gravimetrische Verfahren oft erst im Nachhinein eine Auswertung ermöglichen, bietet Dustlight eine Echtzeit-Überwachung und damit die Möglichkeit, Gesundheitsrisiken sofort zu minimieren – für sicherere Arbeitsplätze und einen proaktiven Schutz der Mitarbeitenden.
Egal ob kristallin oder amorph – Silika-Exposition am Arbeitsplatz muss ernst genommen werden. Kristalline Silika ist eine bekannte Berufskrankheit, aber auch amorphe Varianten bergen Risiken. Eine kontinuierliche Überwachung mit einem hochpräzisen Gerät wie Dustlight kann dazu beitragen, Risiken zu minimieren und die Luftqualität zu verbessern.
Unternehmen dürfen nicht nur auf Schutzmaßnahmen vertrauen, sondern sollten auch präventive Technologien wie Dustlight einsetzen, um die Sicherheit am Arbeitsplatz zu erhöhen.
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